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Egons Wettkampf

Egon kann es kaum erwarten. Bald ist der Wettkampf, auf den er sich schon so lange vorbereitet hat. Keine Trainingseinheit hat er verpasst. Er hat viel trainiert und fühlt sich super. Unbedingt möchte er eine neue Bestzeit auf seiner Lieblingsstrecke 50 m Freistil schaffen. Am Abend vor dem Wettkampf geht Egon extra zeitig schlafen. Schließlich will er richtig ausgeruht am Startblock stehen. Seine Wettkampftasche ist längst gepackt und steht an ihrem Platz. Am Morgen fühlt er sich prächtig, er ist einer der Ersten am Treffpunkt und rutscht auch beim Einschwimmen gut im Wasser.

Dann endlich der Aufruf zu seinem Start. Als Egon hinter dem Startblock steht hat er wieder dieses komische Gefühl in der Magengegend. Plötzlich ist er sich gar nicht mehr so sicher, ob heute alles klappen wird und seine Knie fangen an zu zittern. Als Letzter kommt er vom Startblock weg und selbst die Wende, die er immer so gut konnte, geht völlig daneben. Dann findet er seinen Rhythmus nicht mehr und es geht überhaupt nichts mehr.

Schon ist der Wettkampf vorbei und Egon ist unendlich enttäuscht von sich. Nein - Letzter ist er nicht geworden, aber eine neue Bestzeit hat er nicht geschafft.

Ist dir auch schon einmal so etwas passiert?



Egons Problem ist der Erfolgs- oder Erwartungsdruck.

Erwartungen hat jeder und muss jeder Sportler an sich selbst stellen, wenn er erfolgreich sein will. Auch du solltest Erwartungen oder Forderungen an dich selbst stellen. Zum Beispiel könntest du dir vornehmen eine bestimmte Zeit zu schwimmen oder es zu schaffen über die gesamte Strecke eine saubere Technik zu schwimmen.

Bedenke aber auch, dass auch andere eine gute Leistung von dir erwarten. Das sind deine Eltern, deine Trainerin, deine Freunde ...

Wenn die deine Erwartungen aber zu groß sind oder eigentlich von dir gar nicht oder (noch nicht) erfüllbar sind, kann es passieren, dass es dir so geht wie Egon.

Stecke aber nicht gleich auf. Du bist Sportler! Ganz ohne Druck kommt kein Sportler an sein Ziel. Du musst also lernen damit umzugehen.

Hier einige Ratschläge, die dir helfen könnten:

  • Trainiere regelmäßig und fleißig.
  • Schwimme immer ehrlich. (Halte Pausen - und Abgangszeiten genau ein)
  • Weiche bei schwierigen Aufgaben nicht aus. Schwimme also nicht in einer Kraulbeineserie -Brustbeine, nur weil dir das leichter fällt und der Trainer es gerade nicht bemerkt.
  • Fordere dich selbst im Training und belastete dich richtig.
  • Schwimme in den richtigen Intensitätsbereichen. Das heißt schwimme nur dann so schnell du kannst, wenn es auch gefordert ist.
  • Bereite dich gründlich auf einen Wettkampf vor. Gehe vor dem Start gedanklich den Wettkampf durch. Worauf musst du achten?
  • Setze dir hohe aber realistische und für dich erreichbare Ziele. Sprich darüber mit deinem Trainer!
  • Entspanne dich vor dem Wettkampf.
  • Konzentriere dich nur auf deinen Start und lasse dich nicht ablenken
  • Schwimme dich ordentlich aus.
  • Werte mit deinem Trainer den Wettkampf aus.
  • Setze dir ein neues Ziel!

Roswitha Borchert