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Die Winterferien der Eberswalder Schwimmer 2005

Karoline Degenhardt

Die Winterferien sind für die meisten ESV-Schwimmer eine schwimmfreie, meist aber keine sportfreie Zeit. Man fährt mit seinen Eltern, allein mit Freunden oder wie Tim Mietzner erstmalig mit der DSV-Schwimmjugend Ski oder bewegt sich anderweitig.

Vier Eberswalder haben aber auch diese schulfreie Woche zum Training im Becken genutzt. So fuhr Christoph Pörsel (12) nach Brandenburg, um beim dortigen Stützpunkttrainer Lutz Wanja zu trainieren. Er möchte im neuen Schuljahr an der Potsdamer "Eliteschule des Sports" lernen und trainieren und nutzt für das Erreichen dieses Zieles die Möglichkeiten, die ihm der Landesschwimmverband bietet.

Kai Köhler (16), Theresa Linde (14) und Karoline Degenhardt (16) pflügten in Potsdam mehrere Stunden täglich durchs Wasser. Während Kai und Theresa nach Skilagern in Tschechien bzw. Deutschland die Grundlagen für die kommenden Wettkämpfe legten, erfolgt die Saisonvorbereitung von Karoline etwas anders.

Nach zwei Weihnachtsfeiertagen ging es sofort weiter mit dem Wassertraining. Am letzten Wochenende stand dann der erste Wettkampf des Jahres 2005 an. In Luxemburg traf die Eberswalderin auf starke Konkurrenz und wollte beweisen, dass sich die harten Vorbereitungen gelohnt hatten. Auf ihrer Paradestrecke, die 200m Brust, lies sie nur der erfahrenen Svitlana Bondarenkow (32) aus der Ukraine den Vortritt, verwies aber gleichzeitig die Schwedin Josefin Wede auf Platz 3. Wede hatte auf dieser Strecke immerhin vor wenigen Wochen das Weltcuprennen in Daejon (Südkorea) gewonnen. Karolines Zeit von 2:35,60min bedeuten einen guten Spitzenplatz in der deutschen Frauenbestenliste. Auch die weiteren 4 Wettbewerbe (400/800m Freistil, 50/100m Brust) konnte sie mit neuen Bestleistungen beenden. Für die nächste Trainingsphase gibt ein so erfolgreicher Wettkampf eine Menge Zuversicht und Selbstvertrauen.

Für den Eberswalder Schwimmverein sind solche Resultate seiner Mitglieder ein Beweis dafür, dass auch aus Eberswalde Spitzenschwimmer kommen können. Wenn Christoph Pörsel den Sprung nach Potsdam schaffen sollte, kann auch er viele Möglichkeiten nutzen, um den Schwimmsport Eberswaldes erfolgreich zu vertreten.